FAQ
Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen zu meinen Angeboten rund um Neurodiversität, Trauma, Diskriminierung und Heilung.
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Zu Beginn steht ein kostenloses Kennenlerngespräch von ca. 20 Minuten – per Telefon oder Video. Dort schauen wir gemeinsam, ob meine Arbeitsweise zu dem passt, was Sie suchen, und klären erste Fragen.
Beratungen dauern in der Regel 50 Minuten. Wir gestalten den Prozess gemeinsam – in Ihrem Tempo und auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt. Es gibt kein festes Format: Gespräch, Stille, kreative Ausdrucksweisen oder körperorientierte Wahrnehmung sind gleichermaßen willkommen.
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Selbstzahler*innen:
Einzelberatung: 80 € / 50 Min.
Beratung für zwei und mehr Personen: 120 € / 50 Min.
Alle Preise inkl. 19 % MwSt.Solidarische Finanzierung:
Mir ist wichtig, dass Beratung zugänglich ist. Wenn die genannten Kosten für Sie eine Hürde darstellen, melden Sie sich gerne. Gemeinsam besprechen wir solidarische und alternative Möglichkeiten.Kostenübernahme:
In manchen Fällen können die Kosten ganz oder teilweise von anderen Stellen übernommen werden – zum Beispiel über das Jugendamt, Sozialamt oder im Rahmen der Eingliederungshilfe (SGB IX). Ob und in welchem Umfang das möglich ist, hängt von Ihrer individuellen Situation ab. Ich berate Sie gerne dazu.Systemisches Gesundheitscoaching:
Ich bin über die Systemische Gesellschaft (SG) als Systemische Berater*in zertifiziert und arbeite in Kooperation mit der SYSTHEB UG. Einige gesetzliche Krankenkassen können die Kosten für ein Systemisches Gesundheitscoaching übernehmen – zum Beispiel bei Depressionen, Angst- oder Anpassungsstörungen, Burnout oder Schlafstörungen. Nehmen Sie gerne Kontakt auf, damit wir gemeinsam prüfen, ob das für Sie möglich ist.
Weitere Infos: www.systheb.de -
Meine Beratungen sind ein inklusives Angebot. Ich möchte bestehende Barrieren reduzieren und Zugänge für alle Menschen ermöglichen. Ich verfüge über Wissen und Erfahrungen im Bereich der barrieresensiblen Beratung und ermögliche – je nach Bedarf – stufenlose Zugänge, Online- oder Telefonberatung, sensorische Anpassungen, Traumasensibilität sowie Wissen um die Wirkung von Unterdrückungssystemen.
Sagen Sie mir gerne, was Sie brauchen, damit wir einen guten Rahmen für die Beratungen schaffen können. Ich bin in Oldenburg in einem barrierefreien Raum einer Gemeinschaftspraxis ansässig – sowie online und nach Absprache in Berlin erreichbar.
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Absagen sind bis 24 Stunden vor dem Termin kostenfrei möglich. Bei späteren Absagen oder Nichterscheinen berechne ich den vollen Betrag. Wenn etwas Unvorhergesehenes passiert, sprechen Sie mich gerne an – ich finde gemeinsam mit Ihnen eine Lösung.
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Beratung und Therapie ergänzen sich, sind aber unterschiedlich ausgerichtet. Therapie – etwa Psychotherapie – ist ein klinisches Angebot zur Behandlung psychischer Erkrankungen und wird von approbierten Therapeut*innen durchgeführt. Beratung hingegen braucht keine Diagnose als Voraussetzung. Sie setzt auf Orientierung, Klärung, Ressourcen und Veränderungsprozesse – im eigenen Tempo und ohne pathologisierenden Rahmen.
Meine Beratungen sind traumasensibel und können begleitend zu Therapie stattfinden – oder als eigenständiges Angebot, wenn keine Therapie gewünscht oder zugänglich ist.
Glossar
Hier finden Sie Erklärungen zu Begriffen rund um Neurodiversität, Trauma, Diskriminierung und Heilung.
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Ableismus bezeichnet die strukturelle, institutionelle und alltägliche Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt gegen Menschen, die als abweichend von gesellschaftlichen Normen körperlicher, intellektueller, psychischer, mentaler oder neurologischer Leistungsfähigkeit dargestellt werden.
Ableismus zeigt sich nicht nur in offener Diskriminierung, sondern auch in Strukturen, Sprache und unhinterfragten gesellschaftlichen Erwartungen.
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Mit dem Begriff Heilung orientiere mich an der Definition von Prentis Hemphill: „Healing is the process, often lifelong, of restoring and reawakening the capacities for safety, belonging, and dignity on the other side of trauma." – Heilung ist der oft lebenslange Prozess, die Fähigkeit zu Sicherheit, Zugehörigkeit und Würde wiederherzustellen und neu zu erwecken, die sich auf der anderen Seite von Trauma befindet.
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Neurodiversität beschreibt die natürliche Vielfalt menschlicher Gehirne und Nervensysteme – also die Tatsache, dass alle Menschen unterschiedlich denken, wahrnehmen und fühlen.
Neurodivergent ist ein Begriff, den Menschen für sich selbst nutzen oder der verwendet wird, um Menschen zu beschreiben, deren Gehirn anders funktioniert als die gesellschaftliche Norm – zum Beispiel autistische Menschen, Menschen mit ADHS oder Dyskalkulie.
Wäre neurologische Vielfalt gesellschaftlich anerkannt und Norm, wären Begriffe wie „Neurodivergenz" nicht mehr notwendig.
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Intersektionalität beschreibt, wie verschiedene Diskriminierungsformen – etwa Rassismus, Sexismus oder Ableismus – nicht unabhängig voneinander wirken, sondern sich überschneiden und gegenseitig verstärken.
Eine intersektionale Perspektive macht sichtbar, dass Menschen oft gleichzeitig von mehreren Diskriminierungsformen betroffen sind und sich diese in ihrer Wirkung verstärken können.
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Rape Culture beschreibt gesellschaftliche Strukturen, Normen und Einstellungen, die sexualisierte Gewalt normalisieren oder verharmlosen. Dazu gehören zum Beispiel Täter-Opfer-Umkehr, Victim Blaming oder das Bagatellisieren von Übergriffen in Sprache, Medien und Alltag.
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Trauma beschreibt eine tiefe seelische Verletzung infolge überwältigender Erfahrungen.
PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) ist eine mögliche Reaktion auf ein Trauma, bei der das Erlebte weiterhin spürbar in den Alltag hineinwirkt – etwa durch Flashbacks, Übererregung, Vermeidung oder emotionale Taubheit.
Nicht jedes Trauma führt zu einer PTBS, und nicht jede traumatische Reaktion ist als PTBS klassifizierbar.