Ich bin nel westerholt.
Seit vielen Jahren arbeite ich an der Schnittstelle von Traumaarbeit, stärkender Gemeinschaftserfahrung und sozialer Gerechtigkeit – in Zusammenarbeit mit Menschen, Gruppen und Netzwerken. Eine neurodivergente Sichtweise auf die Welt bringe ich dabei bewusst als Perspektive und Ressource ein.
Mein Leben ist an einem inklusiven, verbindenden und mitfühlenden Miteinander ausgerichtet.
Meine Motivation
Ich glaube daran, dass Veränderung möglich ist – tief in uns und zwischen uns. Ich glaube, dass Verbindung zu uns selbst, zueinander und zur Welt unser eigentlicher Zustand ist. Was uns davon trennt, sind Strukturen, die Schmerz weitergeben, die ausgrenzen, die zu vielen Menschen zu wenig Raum lassen, sie selbst zu sein. Und ich glaube, dass es einen anderen Weg gibt.
Unsere individuell empfundenen Wunden und Ressourcen sind verbunden mit den Geschichten unserer Ahn*innen, unserer Mitmenschen und der Welt – sowie mit gesellschaftlichen Macht- und Unterdrückungsverhältnissen. In unserer inneren Arbeit berühren wir somit auch kollektive Transformationsprozesse.
Die Weisheit unserer Körper steht im Zentrum meiner Arbeit. Verletzungen und Leiden verstehe ich als ein Tor zu uns selbst. Alle Gefühle – auch oder gerade die herausfordernden, schmerzhaften oder verdrängten – tragen wichtige Hinweise in sich.
Meine Angebote zielen darauf ab, das, wofür wir uns aussprechen, auch zu leben - gemeinsam Fürsorge zu praktizieren, Verantwortung zu übernehmen, Liebe und Verbundenheit zu vergrößern.
Meine Arbeitsweise und Haltung
Meine Haltung ist geprägt von Präsenz, Freundlichkeit, urteilsfreier Neugier und Mitgefühl.
Ich arbeite mit Bildern, mit gleichzeitigen und relationalen Denkprozessen und berücksichtige Kommunikationsformen jenseits des gesprochenen Wortes.
Ich schätze die Kraft von Stille, Langsamkeit und Raum - auch für das, was in der Regel ungesagt bleibt, unwillkommen ist, unterdrückt wird. In diesen Zwischenräumen, im Stillsein, Wahrnehmen und tiefen Wirkenlassen beginnt Veränderung.
Der Austausch persönlicher Erfahrungen und tiefes Zuhören nehmen einen zentralen Raum in meinen Workshops und Gruppenangeboten ein. Diese Praktiken verstehe ich als gelebte Akte von Selbstbestimmung, Solidarität und Verbundenheit.
Ich sehe Beratungen und Workshops als gegenseitigen Prozess aller Beteiligten. Ich reflektiere, wie meine eigenen Erfahrungen, Verwundungen, gesellschaftlich zugeschriebene Macht und Identitäten in den Prozess einwirken, mache es transparent und lerne.
Mein beruflicher Hintergrund
Seit vielen Jahren arbeite ich als Berater*in und Ansprechperson für und mit Menschen mit Behinderungen, Gewalterfahrungen, Fluchterfahrungen, Menschen aus dem Autismus-Spektrum, als Trainer*in für Workshops sowie in verschiedenen Gruppen, die sich für die Themen engagieren.
Ich habe Ethnologie und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaften studiert, bin systemische Berater*in (SG-zertifiziert), zertifizierte Trainer*in aus dem Programm „Eine Welt der Vielfalt“. Ich befinde mich in Ausbildung und Mitgliedschaft bei Phoenix e.V., bin Achtsamkeitspraktizierende und Mitbegründer*in von Intersektion-Carapax.
Danke
Danke für all die Begegnungen, Worte, Texte, Handlungen und die Stille von und mit anderen Menschen, aus denen sich mein Denken, Handeln und Fühlen speist und Raum finden konnte.